Hütten Tigers - Schneepilze

11.6.2005

 

Am Abend vor dem Match fand das „Chill’n’Grill“ bei Avni – da Buzdrivaz statt, bei dem einige der Schneepilze reichlich dem Alkohol frönten. Besten Dank dafür! Es gibt sogar einen, der kein Auge zugetan hat in der ganzen Nacht oder am Morgen und direkt zum Spiel anreiste! Andere wiederum bestritten bereits wenige Stunden zuvor schon ein Spiel und das sorgte für Müdigkeit bei den betroffenen.

Alle Schneepilze freuten sich auf den kurzen Aufenthalt in der 800 Seelen Gemeinde. Wie wir später erfuhren, haben etliche Neuzuzüge in den letzten Jahren geradezu für eine Bevölkerungsexplosion gesorgt, man zählt jetzt sogar rund 850 Einwohner! Die Vorfreude auf das Spiel wurde dadurch getrübt, dass kein Grill mit saftigen Würsten aufgestellt wurde und so die erhoffte Pausenstärkung ausblieb. Hut ab, dass sich die Schneepilze trotzdem dazu durchringen konnten, das Spiel pünktlich in Angriff zu nehmen!

Das Spiel begann ähnlich wie das Hinspiel in Wädenswil, ausser dass dieses Mal das Wetter gut war. Die Hüttner kamen hochmotiviert ins Spiel und wirbelten umher. Zu echten Chancen kamen sie zwar noch nicht, aber die Wädenswiler hatten ein wenig Mühe mitzuhalten, das lag auch daran, dass sie vor allem defensiv nur die Hälfte an möglichem Einsatz gaben. Die Tigers checkten, hielten die Stöcke hoch, schlugen nach und hakten beim Torhüter nach, so wie es in der Overtime beim 7. Spiel eines Stanley – Cup – Finals auch meistens zu und her geht. Ach, es geht hier beim Spiel nicht um die Existenzsicherung? Tja, das war den Hüttnern wohl nicht bewusst und ihr übermotivierter Einsatz sollte während rund 40 Minuten anhalten. Die Schneepilze blieben (noch) cool, fuhren ihre Konter und erzielten so die nötigen Tore. Die 4:1 Führung war einigermassen verdient für den Meister, zeigten sie doch ein abgeklärtes und ruhiges Spiel, während die Hüttner zwar gut am Ball aussahen, aber viel zu hektisch agierten und negativ mit ihren Spielgeräten auffielen.

Das Mitteldrittel war geprägt von einer noch aggressiveren Gangart der Hüttner, da half alles Zureden zur Vernunft durch die Schneepilze nichts mehr. Die Hüttner waren so versessen darauf, den Stock als Waffe zu gebrauchen, dass sogar die friedfertigen Schneepilze gelegentlich einen Check austeilen mussten. Wie so oft, jammerten dann die Anderen, die vorher so grossartig austeilten. Das Spiel an sich war technisch gut, die Hüttner machten zeitweise ziemlichen Druck und brachten einige Schüsse auf das Tor der Pilze. Der Torhüter machte bis auf das zweite Tor ein gutes Spiel und hielt die Pilze souverän im Rennen. Die Gäste zeigten sich weiterhin sehr diszipliniert und nützten die Chancen, die sie sich vornehmlich durch Konter erarbeiteten, sehr gut aus. Nach dem 7:2 kamen die Hüttner zwar zu einem Doppelschlag, aber kurz darauf erzielten die Pilze das 4:8. Nach einem der unzähligen und sinnlosen Nachstocheraktionen beim Torhüter, hatte ein Pilz genug und er warf sich auf den Täter aus Hütten. Dies löste eine unnötige Keilerei aus und als Folge deren, der Schiedsrichter Meier drei Pilze und vier Hüttner auf die Strafbank schickte. Für ein Highlight in der Keilerei sorgte Schmutz, der den lautesten der Tigers wie ein Wrestler mit einer Art Suplex ausser Gefecht setzte!

Vor dem letzten Drittel appellierten die Schneepilze an die Hüttner, dass sie sich doch während des Spiels zurückhalten mögen, da es weder um einen grossen Titel ging, noch handelt es sich um eine traditionelle, japanische Kampfsportart wie Kendo. Siehe da, die Tiger zeigten ein erstes Mal Vernunft und Einsicht, was wohl auch mit den verteilten Strafen und dem Spielstand zu tun hatte. Das Spiel plätscherte dahin, die Hüttner liessen ihren soliden Routinier Köbi Sieber auflaufen für das letzte Drittel. Gleich zu Beginn kassierte er zwei weitere Tore der Pilze, was die endgültige Entscheidung brachte, danach hielt er solide. Nach dem 10:4 bauten die Schneepilze die Hälfte ihrer ohnehin nur zur Hälfte genutzen Kräfte ab und Hütten erzielte noch drei weitere Treffer und sorgte für das schlechteste Resultat aus Sicht des Torhüters, seit dem Halbfinale 2002 gegen die Au Wolves! Mit mehr Einsatzwillen und/oder Vollbesetzung wäre ein weitaus besseres Resultat geglückt, doch die Arroganz war einfach zu deutlich! Der 7:11 Auswärtssieg war höchstens eine Pflichterfüllung.

In diesem Spiel gibt es gleich zwei Premieren in dieser Saison zu „feiern“: die erste wurde bereits erwähnt, so viele Gegentreffer gabs schon lange nicht mehr, in einem Spiel kassierten die Pilze mehr als die Hälfte aller bisher erhalten. Ausserdem erzielten sie das erste Mal ein Stängeli, danke an den Torschützen des 10:4 für die Runde ( Häsche?).

Ab jetzt können die Schneepilze wieder mit Vollbesetzung antreten, für die Piranhas ist die Saison zu Ende gegangen. Für sie besteht die Möglichkeit zur Rehabilitation in diversen Turnieren und der ZIHL Meisterschaft. Mit drei kompletten Blöcken sollte es möglich sein, die restlichen Spiele zu gewinnen, die Pilze können sich eigentlich nur selbst schlagen, und selbst das wäre – bei aller Bescheidenheit – schwierig!

Schneepilze: Tobler; Pulver, Tremonte, Köchli; Schmutz, Priester, P. Lenherr; M. Lenherr