1.Finalspiel Au Wolves vs. Wädenswiler Schneepilze 14.11.2004

 

Am Sonntag bei winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt stand das erste Finalspiel zwischen den nach der Qualifikation erstplatzierten Äulern und den zweitplatzierten Wädenswilern an. Es war die einzig logische Finalpaarung zwischen den beiden stärksten Mannschaften in dieser Saison. Schiedsrichter war das erfahrene Langnauer Duo, welches schon des öfteren wichtige Spiele leitete.

Die zu spielende Taktik war ziemlich einfach zu formulieren, jedoch nicht immer einfach umzusetzen: auf dem kleinen Platz möglichst viel schiessen, aber den Gegner nicht zum Schuss kommen lassen. An ein Kombinationsspiel war nicht zu denken, viel zu eng waren die Räume, was aber die Schneepilze nicht daran hinderte, mehr vom Spiel zu haben und die taktischen Vorgaben relativ gut umzusetzen. Ungefähr bei Spielmitte erzielten die Pilze durch einen (haltbaren) Weitschuss die verdiente Führung, die sie mit Kampf und Teamwork gut verteidigten. In der Folge kamen die Wädenswiler nur noch einmal richtig gefährlich vors Tor der Wölfe, scheiterten jedoch. In der letzten Minute wurde ein Schuss, der fast vom eigenen Tor abgegeben wurde von einem Äuler unglücklich ins eigene Tor zur 0:2 Führung für die Schneepilze abgelenkt. Insgesamt verdient aufgrund der Spielanteile war die Führung allemal, aber die Tore selber sind sehr glücklich zugunsten der Schneepilze gefallen.

Im 2. Drittel kamen dann die Wölfe druckvoll ins Spiel und wirbelten ihre Gegner ziemlich durcheinander, so dass sie etwas gar oft aufs Tor schiessen konnten. Bis auf den 1:2 Anschlusstreffer, eine Kopie des 0:1 Führungstreffers der Pilze, konnten die Au Wolves den Torhüter jedoch nicht beunruhigen. Als Au in der Folge den Druck weiterhin aufrecht erhielt und die Schneepilze sich kaum mehr aus der Umklammerung lösen konnten, fiel der Ausgleich nach ungenügender Deckungsarbeit beim Bully vor dem eigenen Tor. Dies war jedoch der Moment, in dem die Gäste wieder erwachten und kurz darauf die erneute Führung wieder herstellten. Vor Ablauf des Drittels gelang sogar noch das 2:4.

Das letzte Drittel wollte man eigentlich so beginnen wie das erste. Dafür wurde auf den dritten Block verzichtet, da dieser teilweise erhebliche Probleme mit dem engen Platz und dem Forechecking der Wölfe hatte. Ganz so souverän gelang dies zwar nicht, Au hatte wohl etwas mehr an Spielanteilen, Wädenswil machte jedoch das Tor und baute die Führung eine Viertelstunde vor Schluss auf drei Tore aus. Dass es spannend blieb, dafür sorgten die Schneepilze immer gleich selber, in dem sie viele Strafen kassierten und eine davon mittels Nachschuss zum 3:5 eingenetzt wurde. Die Boxplay – Bilanz war aber insgesamt recht gut, ein Gegentreffer in sechs oder sieben Unterzahlsituationen ist gegen eine spiel- und schussstarke Mannschaft wie die Au ein guter Wert. Den Schlusspunkt setzte der überragende Akteur der Schneepilze, Markus „Lenny“ Lenherr mit seinem vierten Tor zum 3:6 in einem für ihn neuen Block.

Eine sehr disziplinierte und defensiv ansprechende Leistung der Schneepilze gepaart mit ein wenig Glück bei den wichtigen ersten Toren brachte den verdienten Sieg gegen den leicht zu favorisierenden Gegner. Nun ist dies bereits der zweite Sieg in Folge, wobei natürlich jedes Spiel wieder bei 0:0 beginnt und die Au weiterhin als brandgefährlich einzustufen ist. Aber immerhin, der Vorteil liegt nun bei den Schneepilzen.

Au Wolves – Wädenswiler Schneepilze 3:6

Wädenswil: Tobler; Müggler, Köchli, Gürber; Hutter, Streiff, Lenherr; Adams, Pulver, Schmutz