4. Inlinehockey Festival in Bräunlingen 23. bis 25. Juli 2004

hier der Link zur Resultatliste

 

 

Vor einem Jahr haben die Schneepilze im gut besetzten Turnier zeigen können, dass mit ihnen zu rechnen ist, als sie gegen den Titelhalter und Gastgeber Hotdogs Bräunlingen unglücklich mit 3:2 im Halbfinale verloren.

 

Dieses Jahr trafen sich die Pilze am Samstag in Rüschlikon um die knapp zweistündige Reise nach Bräunlingen (ca. 50km nördlich von Schaffhausen) anzutreten. Wie immer war das rund 6000 Einwohner zählende Städtchen gut vorbereitet um die 21 Teams aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz zu bewirten. Am Samstag spielte das Wetter leider nicht mit, immer wieder kam es zu teils heftigen Schauern, was den Zeitplan der Turnierleitung gehörig durcheinander brachte. Eine gute Stunde Verspätung der Spiele war die Folge!

 

Das Auftaktspiel der Pilze gegen die Mannschaft aus Niedereschach bei Regen gehörte nicht zu den Glanzleistungen dieser Saison, gerieten sie doch 0:1 in Rückstand und konnten nur mit Mühe eine Niederlage abwenden, als kurz vor Schluss der Ausgleich gelang. Hinten stimmte die Zuordnung nicht und vorne war die Offensive zu wenig kreativ. Hinzu kommt, dass es einige Zeit und Mühe braucht, bis sich die Wädenswiler an das kleine Feld mit vier Feldspielern gewöhnt hatten.

 

Das Wetter besserte sich in der Folge ein wenig, aber kaum mussten die Schneepilze wieder ran, schüttete es wieder wie aus Eimern. Die Liechtensteiner aus Schellenberg waren der nächste Gegner. Es lief ein bisschen Besser für die Wädenswiler, der Gegner kämpfte auch nicht gar so aufopferungsvoll und so verdiente man sich den nie gefährdeten 3:1 Sieg.

 

Damit war das (spielerische) Pensum der Schneepilze für den Samstag schon erreicht. Jetzt ging es an die Vorbereitung für die Party. Zuerst gönnten sich die Spieler ein ausgiebiges Abendmahl mit Weizen, Wein und Ramazotti. Danach ging es zum Festzelt um auch an der Bar und nicht nur auf dem Feld zu brillieren. Das gelang im allgemeinen ziemlich gut, jedoch war in diesem Jahr nicht ganz soviel los wie im letzten, was sich für das Wohlbefinden am nächsten Morgen positiv auswirkte!

 

Für Sonntag stiessen noch drei weitere Spieler dazu, die wegen verschiedenen Gründen verhindert waren. Um 9.50 Uhr sollten die Schneepilze wieder bereit für einen Sieg sein, diesmal gegen die Royals aus Rüsselsheim. Diese erwiesen sich nicht als starker Gegner und die Schweizer Pilze fegten die Rüsselsheimer mit 6:0 vom Platz. Kurz nach Mittag fand das letzte Gruppenspiel gegen die Red Potatoes Emmendingen statt. Der Gegner wurde auf Grund seines Teamnamens ein wenig unterschätzt, doch bald konnten die Pilze das Zepter in die Hand nehmen und bestimmten einigermassen sicher das Spiel und siegten mit 4:1.

 

Damit war der Einzug in die Viertelfinals geschafft und der nächste Gegner hiess Shamrocks Wörth, der Ligagegner der Bräunlinger und letzjähriger Finalist. Die Kleeblätter hatten das Glück nicht auf ihre Seite zwingen können, konnten aber durchaus gut mithalten. Die Schneepilze gewannen aber doch verdient mit 2:0 und kamen erwartungsgemäss eine Runde weiter.

 

Das Halbfinale war die Neuauflage vom letzten Jahr. Wie 2003 war es auch diesmal ein sehr spannendes und intensives Spiel. Eigentlich ist dies die Affiche für ein Final, aber der Spielplan wollte, dass eines dieser Teams den Final nicht erreichte. Die Schneepilze und die Hotdogs neutralisierten sich weitgehend, es gab wenig wirkliche Torchancen. Logische Folge war ein torloses Unentschieden nach der regulären Spielzeit. Da keine Verlängerung gespielt wird, ging es direkt ins Penaltyschiessen und die Schneepilze rechneten sich gute Chancen aus, trainierten sie doch des öfteren diese Alleingänge. Je fünf Spieler traten an, Futscher für Wädenswil begann und scheiterte. So auch die vier nächsten Schützen. Der dritte Schütze für Bräunlingen traf und das Publikum tobte! Der Druck war nun enorm, die Wädenswiler verschossen ihren vierten Penalty ebenfalls, glücklicherweise auch die Bräunlinger. Lenherr trat zum fünften Penalty für die Pilze an und traf! Bräunlingen brachte den Ball in ihrem fünften Versuch nicht ins Tor und so musste das K.O. System entscheiden. Futscher lief wieder für die Pilze an und scheiterte erneut. Der sechste Bräunlinger Schütze hingegen erwies sich als Präzisionsarbeiter und netzte ein zum glücklichen Sieg der frenetisch gefeierten Heimmannschaft.

 

Den Pilzen blieb wie letztes Jahr das Spiel der Verlierer um den dritten Platz. Verständlicherweise waren sie nicht mehr so richtig bei der Sache und schon gar nicht motiviert. Ohne Einsatz und Siegeswille ging auch das nächste Spiel gegen die starken Niedereschacher verloren, die sich den Platz auf dem Treppchen mit einem sehr soliden Team verdienten. Die Hotdogs gewannen zum dritten Mal in Folge ihr Heimturnier mit einem 2:1 Finalsieg gegen die Canadians Wehingen, die eigentlich zur Hälfte aus Bräunlinger Spieler bestehen.

 

Während alle anderen sich möglichst rasch aus dem Staub machten, repräsentierten die fünf übriggebliebenen (Hutter, Jäger, Müggler, Gürber und Tobler) das Team bei der Pokalübergabe. Nächstes Jahr wird es einen neuen Siegerpokal geben, Bräunlingen darf den aktuellen nach drei aufeinander folgenden Siegen behalten. Der neue Pokal wird hoffentlich seine erste Reise an den Zürichsee antreten, wenn die Schneepilze den Final 2005 gewinnen.