Matchbericht: Langnau Stars vs. Wädenswiler Schneepilze 21.03.2004

 


An diesem Tag sollten beide Teams die Möglichkeit erhalten, die eigene Stärke zu Beginn der Saison einzuschätzen. Es trafen die beiden dominierenden Mannschaften der vergangenen 5 Jahre aufeinander.

Nach ersten „Scoutberichten“ war schon klar, dass diese Langnauer Mannschaft nicht viel mit derjenigen, welche vor zwei Jahren den Titel gewonnen hatte, gemein hat. Das wirkte sich positiv auf das Selbstvertrauen der Pilze aus, welches auch sonst schon immens war. Gegen die Pilze sprach die Statistik: seit gut zwei Jahren haben die Schneepilze nicht mehr in Langnau gegen die Stars gewonnen.

Von Beginn an, dominierten die Wädenswiler, sie gewannen mehr Zweikämpfe, spielten die schöneren Passstafetten und trafen auch das Tor. Jeder der drei Blöcke der Wädenswiler kam zu Chancen, die Schneepilze konnten sich im eins gegen eins im Dribbling meistens durchsetzen. Hinten hielt Jäger alles dicht. Er wurde nicht allzu oft geprüft, dafür war es die wenigen Male um so brenzliger. Das erste Drittel gewannen die Schneepilze souverän mit 3:0 Toren. Einziger Wehrmutstropfen war das verletzungsbedingte Ausscheiden von Streiff, der mit Verdacht auf eine Bänderverletzung im Knie im Spital behandelt werden musste. Für ihn kam Hutter zum Einsatz, der wie gerufen in der Drittelspause erschien.

Im 2. Drittel wollte es nicht mehr ganz so gut laufen wie zuvor im 1. Drittel, das lag hauptsächlich an der gemächlicheren Gangart, mit der die Pilze angesichts der komfortablen Führung agierten. So kamen die Stars etwas öfters und etwas näher ans Tor von Jäger, bis ein abgelenkter Schuss vor die Füsse eines Langnauers kullerte und von diesem zum 1:3 Anschluss verwertet wurde. Das Tor brachte nicht etwa einen mentalen Vorteil für die Langnauer, sondern weckte die Wädenswiler und diese machten munter ihre Tore bis zum 6:1. Das war der Stand nach zwei Dritteln.

Das letzte Drittel wollte man dem Torhüter widmen, sowohl dem eigenen als Dank für die gute Leistung, als auch dem gegnerischen, den die Spieler gerne mit einem „Stängeli“ nach Hause schicken wollten. Dass es nicht dazu kam, lag am bereits gesättigten Erfolgshunger und dem sicheren und souveränen Auftritt bisher. Doch 9:2 in bei den Stars gewonnen zu haben, ist eigentlich schon befriedigend genug.

In dieser Verfassung sollte eine Titelverteidigung durchaus möglich sein. Für die Stars hingegen wird es sehr schwierig mit solchen Leistungen an vergangene, erfolgreichere Zeiten anzuknüpfen. Der ehemalige Serientorschütze Galliker liess seine Torgefahr vermissen, der Angst-Turm fehlte sichtlich, die Position im Tor ist nicht meisterlich besetzt und von den anderen konnte niemand Akzente setzen oder Souveränität ausstrahlen. Nun folgt wohl nächstes Wochenende der erste echte Test gegen die Mitfavoriten Au Wolves. Hier wird bestimmt Derby – Stimmung aufkommen, denn diese Teams schenken sich bekanntlich nichts!